Meldung vom 21.05.2026
Ein Anruf und schon öffnet sich das demokratische Herz Europas, ein Ort, der sonst nur mit Reiseaufwand, Sicherheitskontrollen und Anmeldung vor Ort zugänglich ist: Das Europäische Parlament beteiligt sich erstmals an „Bei Anruf Kultur“. Am 5. und 20. Juni, erhalten Interessierte jeweils um 11 Uhr live Einblicke in die Arbeitswelt des Europäischen Parlaments sowie in dessen sonst nur im Rahmen geführter Touren zugängliche Kunstsammlung – bequem von zu Hause aus. Eine Anmeldung ist erforderlich, die Teilnahme kostenfrei.
Das Europäische Parlament ist als politisches Zentrum der Europäischen Union zwar grundsätzlich für Besucher*innen geöffnet, viele Einblicke bleiben der breiten Öffentlichkeit jedoch verborgen. „Bei Anruf Kultur“ ermöglicht nun einen niedrigschwelligen Live-Zugang zu diesem besonderen Ort – unabhängig von Behinderung, Wohnort, Mobilität oder finanziellen Möglichkeiten per Telefon.
Unter dem Titel „Das Europäische Parlament – wie aus großer Vielfalt Lösungen entstehen“ erfahren die Teilnehmenden am 5. Juni, um 11 Uhr, wie Mitarbeitende und Abgeordnete im Parlament arbeiten, politische Abläufe organisiert sind und wie die sprachliche Verständigung zwischen den Menschen aus 27 Mitgliedstaaten funktioniert. Außerdem wird der Plenarsaal beschrieben und damit der Mittelpunkt des Parlaments.
Die zweite Telefonführung widmet sich am 20. Juni, um 11 Uhr dem Thema „Die Kunst im Europäischen Parlament – zeitgenössische Vielfalt aus 27 Ländern“. Die Sammlung ist für Besucher*innen in der Regel nur nach vorheriger Anmeldung und im Rahmen geführter Touren zugänglich. Im Rahmen von „Bei Anruf Kultur“ werden ausgewählte Kunstwerke vorgestellt, die über die wichtigsten Arbeitsräume des Parlaments verteilt sind.
„Mit dem Europäischen Parlament beteiligt sich erstmals eine der wichtigsten demokratischen Institutionen Europas an ‚Bei Anruf Kultur‘. Das ist für unser Angebot ein weiterer wichtiger Meilenstein“, erklärt Melanie Wölwer, Leiterin des Projekts. „Wir freuen uns sehr, dass wir unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche – weit über die Kultur hinaus – für die Menschen zugänglicher machen können, die sonst wenig Möglichkeiten der Teilhabe haben“, so Wölwer.
Die einstündigen Telefonführungen werden von erfahrenen Kulturvermittler*innen geleitet und bieten Raum für Austausch und Fragen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung sowie weitere Informationen unter: www.beianrufkultur.de