Die neue Sonderausstellung: Leben nach der Haft. Ehemalige politische Gefangene der DDR berichten
Geschichte/Politik
Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße, Potsdam
15:30 bis 16:30 Uhr
Die neue Sonderausstellung „Leben nach der Haft. Ehemalige politische Gefangene der DDR berichten“ in der Gedenkstätte Lindenstraße widmet sich der Frage, wie sich politische Haft auch nach dem Haftende auf das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen auswirkte.
Bernd Richter, der 1972 aus politischen Gründen mehrere Monate im Gefängnis Lindenstraße inhaftiert gewesen war, sagt: „Ich merke, dass ich im Sprechen über die Haft verkrampfe und erstmal wieder locker werden muss. Das zeigt mir, dass man nach außen hin locker rüberkommt, aber innen drin ist es doch eine Situation, die mich noch gefangen hält.“
Schilderungen wie diese von 20 ehemaligen politischen Gefangenen über ihr Leben nach der Haft bilden den Kern der Ausstellung.
Co-Kuratorin Martina Reimann berichtet aus den intensiven Interviews, die sie mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geführt hat. In der Telefonführung werden die Biografien der ehemaligen Häftlinge vor, während, aber vor allem nach der Haft betrachtet. Dabei werden Einblicke in Haftfolgen, aber auch in die persönlichen Strategien der Aufarbeitung gewährt. Die Kuratorin stellt darüber hinaus den historischen Kontext von Haft und dem Leben nach der Haft in Ost und West her.
Guide: Martina Reimann
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