Abgebildet ist Walther Klemms Farbholzschnitt „Regenlandschaft“ aus dem Jahr 1910. Lange schwarze Striche stellen den Regen dar, der auf eine flache mit Flüssen durchzogene Landschaft fällt. Vereinzelt stehen Bäume und Häuser.
Bild: Staatliche Kunstsammlungen Dresden

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„Regenlandschaft“ von Walther Klemm - Der Einfluss japanischer Farbholzschnitte auf europäische Künstler

Kunst

Kupferstich-Kabinett – Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresden 

  13:00 bis 14:00 Uhr

Thema unserer Betrachtung ist Walther Klemms Farbholzschnitt „Regenlandschaft“ aus dem Jahr 1910. Dieser wird im Sommer in der Dresdner Ausstellung „Japan auf Papier in Dresden. Utamaro, Hokusai, Hiroshige und die Grafik der Moderne“ im Kupferstich-Kabinett zu sehen sein.

In dieser Ausstellung wird der Bestand an historischer japanischer Grafik im Mittelpunkt stehen, die seit Anfang des 18. Jahrhunderts in Dresden gesammelt wurde. Erweitert wird die Ausstellung aber auch durch Werke europäischer Künstlerinnen und Künstler, die sich ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts intensiv mit japanischer Kunst beschäftigten.  

Der 1883 im böhmischen Karlsbad geborene Walther Klemm studierte seit 1901 in Wien Kunstgeschichte an der Universität und wurde gleichzeitig an der Akademie und an der Kunstgewerbeschule künstlerisch ausgebildet.

Die Jahre 1907-13 verbrachte Walther Klemm in der Künstlerkolonie Dachau bei München. Hier kam er in Kontakt mit japanischen Farbholzschnitten, die sein Frühwerk entscheidend prägten. Dabei stand weniger die Imitation japanischer Motive im Vordergrund, als eine Adaption bestimmter Prinzipien der Farb- und Flächengestaltung, wie Verzicht auf Raumillusion und Schatten oder harte Abgrenzung von Flächen unter teilweiser Verwendung schwarzer Umrisslinien.

Guide: Grit Lauterbach

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