Verwobene Linien. Johanna Schütz-Wolff
Kunst
Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) - Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Halle (Saale)
17:00 bis 18:00 Uhr
Johanna Schütz-Wolff (1896–1965) gehört zu den bedeutenden Künstlerinnen der deutschen Moderne. In Halle geboren und an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein ausgebildet, baute sie dort ab 1920 die Textilklasse auf. Mit ihren Bildteppichen entwickelte sie eine ganz eigene, moderne Bildsprache zwischen Figur, Fläche und Linie – und fand damit schon früh internationale Anerkennung.
Wie wird aus Wolle ein Bild? Wie fühlt sich ein Kunstwerk an, das aus unzähligen Fäden und Kreuzungen entsteht? Und wie lassen sich seine Farben, Linien und Strukturen beschreiben, wenn man es nicht selbst sehen kann?
In der Telefonführung durch die Ausstellung Verwobene Linien nähern wir uns Schütz-Wolffs Werk über die Sprache und die Vorstellungskraft. Wir betrachten ihre großformatigen Bildteppiche und Gewebe und stellen ihnen die wesentlich kleineren Holzschnitte und Monotypien gegenüber. Dabei richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichen Materialien und Techniken, auf Oberflächen, Linien und Farbwirkungen – und darauf, wie sich Schütz-Wolffs Bildsprache von expressiven, farbigen Textilien bis hin zu immer stärker abstrahierten Formen entwickelt.
Die Führung lädt dazu ein, genau hinzuhören, sich Bilder im Kopf entstehen zu lassen und die besondere Materialität dieser Kunst auf eine andere Weise zu entdecken.
Guide: Bettina Rost
So funktioniert es
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